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2012
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Das Projekt 2012

Induzierte Affinitätsreifung von Antikörpern

Antikörper (Ak) sind körpereigene, hoch spezifische Abwehrmoleküle die vom Organismus im Rahmen einer adaptiven Immunantwort produziert werden. Ihre Generierung kann gegen jegliche Fremdsubstanzen erfolgen und macht sie zu einem attraktiven Thema in Forschung, Diagnostik und Therapie. Im Jahr 2012 zählensechs der zehn erfolgreichsten und meistverkauften Medikamente zur Klasse der therapeutisch eingesetzten Antikörper. Die Produktion von hoch affinen Antikörpern für die medizinische Verwendung ist an die Herstellung von stabilen, antikörperproduzierenden Hybridomzelllinien geknüpft. Dies ist ein sehr zeitaufwendiger und anspruchsvoller Prozess.

Was machen wir?

Wir wollen ein System entwickeln, das die Affinitätsreifung von Antikörpern auf enzymatischem Weg, ohne die Generierung von Hybridomazellkulturen induziert und zur Selektion und Produktion von hoch affinen Antikörpern führt.

Wie machen wir das?

Es ist bereits bekannt, dass das Enzym Activation-Induced Cytidine Deaminase(AID) für die Prozesse der Antikörperreifung (somatische Hypermutation und Wechsel der Immunglobulinklasse) verantwortlich ist.Wir verwenden dieses 24 kDa große Enzym um in einer rekombinanten Zelllinie die somatische Hypermutation eines Antikörpers künstlich zu induzieren um somit die Affinität gegen ein Antigen in hohem Maße zu optimieren. Zur Selektion von hoch affinen und somit therapeutisch interessanten Antikörper setzten wir ein selbstselektionierendes Verfahren mittels Viruspartikel ein.

Warum?

Unser System führt ohne Immunisierung einer Maus und ohne Erzeugung einer Hybridomazelllinie zu einer Generierung von affinen Antikörpern. Dies würde eine erhebliche Verkürzung von Zeit und Aufwand für die Gewinnung von therapeutisch einsetzbaren Antikörpern bedeuten und verleiht dem Prozess somit große Flexibilität.


Wir werden unterstützt von:


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